CI-Vorgaben – Hilfe oder Hindernis für die sprachliche Konsistenz?
In vielen Unternehmen gibt es klare CI-Vorgaben: Logos, Farben, Schriften, Bildsprache – all das ist definiert, dokumentiert und meistens gut durchdacht. Doch wie sieht es mit der Sprache aus? Und was passiert, wenn diese sprachlichen Vorgaben auf internationale Kommunikation und Übersetzungsprozesse treffen? Was ist mit „CI“ eigentlich gemeint?😏 Die Corporate Identity (CI) umfasst mehr als nur das visuelle Erscheinungsbild. Sie schließt auch den Sprachstil, die Tonalität und bestimmte Begrifflichkeiten mit ein. In der Praxis wird dieser Teil der CI jedoch oft vernachlässigt oder so abstrakt formuliert, dass er kaum umsetzbar ist. Beispiele gefällig❔❔❔ 👉 „Wir möchten modern, aber seriös klingen.“ 👉 „Unsere Texte sollen inspirierend, aber trotzdem sachlich sein.“ 👉 „Bitte vermeiden Sie Fachjargon – außer, wenn er notwendig ist.“ Solche Aussagen sind gut gemeint – aber was bedeuten sie konkret für diejenigen, die tagtäglich mit Sprache arbeiten? Sprachliche CI-Vorgaben...