💬 Briefing – Wie du als Übersetzer:in die richtigen Infos vom Kunden bekommst
Als Übersetzer:in kennst du das sicher: Du erhältst einen Auftrag, doch die Informationen sind knapp, der Stil ist unklar und ein Glossar steht auch nicht zur Verfügung. Fehlanzeige. 😅
Viele Kund:innen wissen einfach nicht, welche Informationen sie uns geben sollten, damit wir richtig gut arbeiten können.
Deshalb ist es unsere Aufgabe, die richtigen Fragen zu stellen und ein gutes Briefing aktiv einzufordern.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du das Briefing optimal steuerst und was du tun kannst, wenn ein Kunde „nur mal eben schnell“ etwas übersetzen lassen möchte. 🚀
💡 Warum solltest du das Briefing aktiv steuern?
Ganz einfach:
✅ Du vermeidest Missverständnisse.
✅ Du arbeitest effizienter.
✅ Du schützt dich vor unnötigen Korrekturschleifen.
Ein gutes Briefing spart beiden Seiten Zeit, Geld und Nerven. Und am Ende glänzt du mit einer Übersetzung, die genau den Ton trifft. 🎯
🛠️ Die wichtigsten Briefing-Fragen für Übersetzer:innen
Wenn der Kunde kein detailliertes Briefing schickt – kein Problem. Frag einfach nach! Hier sind die wichtigsten Punkte, die du immer klären solltest:
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Zielgruppe: Wer liest den Text? 🧐
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Verwendungszweck: Wo wird der Text eingesetzt? Webseite, Werbung, interne Kommunikation?
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Tonfall: Formell, locker, neutral? Gibt es Beispiele?
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Corporate Language: Gibt es Glossare, Styleguides oder bevorzugte Begriffe?
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Deadline: Gibt es einen realistischen Zeitplan – auch für eventuelle Rückfragen?
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Referenzmaterial: Gibt es frühere Texte oder Vorlagen?
Tipp:
Erstelle ein eigenes Briefing-Template, das du deinen Kund:innen direkt mitschicken kannst. So leitest du sie sanft durch den Prozess, ohne dass sie sich überfordert fühlen. 😊
🚧 Was tun bei "schnellen" Kunden?
Manche Kund:innen sagen: "Ach, das brauchen Sie doch nicht, einfach so wie immer."
Hier lohnt es sich, freundlich aber bestimmt zu antworten:
👉 "Damit ich die Übersetzung bestmöglich auf Ihre Zielgruppe abstimmen kann, wäre es super, wenn Sie mir noch kurz Folgendes mitteilen könnten: …"
Oder:
👉 "Ich möchte sicherstellen, dass der Text den gewünschten Ton trifft. Haben Sie mir dazu bitte noch ein, zwei Stichworte?"
💬 So wirkst du professionell, aber serviceorientiert – und viele Kund:innen merken dann erst, wie wichtig diese Infos sind.
✅ Mein Tipp: Briefing als Teil deiner Dienstleistung
💡 Mach deinen Kund:innen das Briefing einfach – z. B. mit:
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Einem kurzen Briefing-Formular
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Einer Checkliste im E-Mail-Anhang
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Einem persönlichen Telefonat (wenn möglich)
So positionierst du dich nicht nur als Übersetzer:in, sondern auch als Berater:in, die den Überblick hat. Das schafft Vertrauen und sorgt für langfristige Zusammenarbeit. 🤝
✨ Fazit
👉 Ein gutes Briefing beginnt oft bei uns, nicht beim Kunden.
👉 Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt auch die richtigen Antworten.
👉 Mit ein bisschen Vorbereitung sparst du dir Korrekturschleifen und Überraschungen.
Also: Frag nach, bleib freundlich, aber sei klar. So wird jede Übersetzung ein Volltreffer! 🎯

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